Ausstellungen

 

Am 18. Juni eröffnet das neue Stadtmuseum mit einem großen „Tag der offenen Tür“. Nach über sechsjähriger Bauzeit präsentiert sich das fast 150 Jahre alte Gebäude in neuem Glanz, mit modernisierter Innenausstattung, erweiterter Ausstellungsfläche und einem Turmanbau für Sonderausstellungen. Das historische Museum der Stadt wird zukünftig mit altbekannten, aber auch vielen neuen Ausstellungsobjekten die über elfhundertjährige Geschichte Kassels anschaulich und interessant darstellen. Mit neuen Vermittlungsformen wird aber auch auf die sich wandelnde Stadtgesellschaft eingegangen, sollen alle Menschen in Kassel gleichermaßen angesprochen und zu Besuchen ins Museum eingeladen werden.

 

Die neue Dauerausstellung

Die geschichtliche Dauerausstellung, die den Zeitraum von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 913 bis hin zur Gegenwart umfasst, wird sich mit einer neuen Konzeption präsentieren: In den drei Abteilungen („Die Residenzstadt Kassel“ – von den Anfängen bis zum 18. Jh.; „Der Aufstieg des Bürgertums“ – 19. Jh.; „Krieg und Frieden“ – 20. Jh.) werden verschiedenen Themenbereiche zusammengefasst und mit neuen Exponaten, aber auch mit Ausstellungsstücken, die noch aus dem alten Stadtmuseum bekannt sind, dargestellt. Darunter sind einige Objekte, nach denen Besucher immer wieder nachgefragt haben: zum Beispiel ein Modell der zerstörten Stadt Kassel nach den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs.

 

Vermittlungsangebote und Ziele

Die geplanten Vermittlungsangebote für Besucherinnen und Besucher sind vielfältig: Sie reichen von allgemeinen Führungen durch die gesamte Dauerausstellung über
vertiefende Themenführungen zu einzelnen geschichtlichen Bereichen bis hin zu interaktiven Veranstaltungen. Dabei können die Teilnehmer Erlebtes und Gesehenes in eigenes Tun umsetzen, wie zum Beispiel „Erzählcafés“ für ältere Menschen
und Ferienworkshops für Kinder und Jugendliche. Die Angebote berücksichtigen alle Altersstufen und richten sich an Kasseler Bürger wie an Touristen und an Menschen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen in Kassel aufhalten. Dabei ist die Ansprache möglichst vieler Menschen in Kassel, speziell auch aus Teilen der Bevölkerung, die zu den schwer erreichbaren Zielgruppen eines Museums zählen, ein wichtiges Ziel der Vermittlungsarbeit. Das oberste Ziel ist es, den Besuchern und Gästen deutlich zu machen, dass ihre Lebenssituation sich aus historischen Entwicklungen ergeben hat und dass diese Erkenntnis helfen kann, das Leben bewusst zu gestalten. Kassel liegt hierbei im Fokus der Betrachtung. Die Geschichte der Stadt bietet weiterhin beispielhaft die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der gesamten deutschen Entwicklung. Dass diese Museumsbesuche dazu noch Spaß machen können, ist ein wichtiger Nebeneffekt.